Hong Kong - City of Live!

Hongkong heute

Straße in Kowloon

Hongkong heute – eine Stadt aus technikbegeisterten Menschen und hohen traditionellen Werten

Heute leben in Hongkong knapp 7 Mio. Einwohner. Kowloon City bildet mit rund zwei Millionen Einwohnern vor Hongkong Island mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern heute den am dichtesten besiedelten Stadtteil.

Die Geschichte prägt das Gesicht der Metropole: Hochmodern, aber mit alter chinesischer Tradition und englischem Kolonialerbe verbunden. Im Stadtzentrum ist hauptsächlich der moderne chinesische Baustil sichtbar. Alle Gebäude werden streng nach den Regeln des Feng-Shui errichtet. So kann es passieren, dass die Wolkenkratzer an bestimmten Stellen Löcher haben, um den Fluss der Energien nicht zu behindern oder Bankgebäude Ecken und Ausbuchtungen bekommen, um die Konkurrenz in den Nachbarhäusern zu schwächen.

Hongkong ist eine Stadt, die nie zur Ruhe kommt. Wohnraum ist knapp und teuer. Viele Appartements sind so klein, dass die Wäsche auf dem Balkon untergebracht werden muss. Der Tourist wird die Enge nur beiläufig bemerken. Die meisten Hotelanlagen sind sehr großzügig bemessen. Güter aus aller Welt bieten die Händler in den vielen Einkaufsstraßen an. Hongkong war und ist weltbekannt für seine Billigprodukte. So sind Textilien nach wie vor besonders preiswert, wenn man handelt. In dieser Sonderverwaltungszone Chinas leben die Menschen weiter, als hätte es keine politische Wende gegeben.

Mit einem Ausländeranteil von 5 Prozent ist Hongkong wesentlich weniger international als manche deutsche Kleinstadt. Wirtschaftlich und technisch gesehen ist Hongkong nicht nur eine Weltstadt sondern auch absolut international.

Die größte Minderheit mit knapp über 2 Prozent bilden die Filipinos (vor allem Frauen die als Haushaltshilfen arbeiten), gefolgt von den Indonesier (knapp 1 Prozent) und gerade einmal knapp 19.000 Briten (0,3 Prozent). Andere Ausländer wie zum Beispiel Deutsche oder Amerikaner bilden einen nicht messbaren Anteil.

Für rund 85 Prozent der Einwohner ist kantonesisch die Muttersprache. Außer an der Börse, an der schon immer nur kantonesisch gesprochen wurde, sind Mandarin (hochchinesisch) und englisch üblich verwendete Sprachen in Hongkong. So braucht es den Besucher nicht verwundern, wenn selbst die Durchsagen in der U-Bahn dreisprachig erfolgen (kantonesisch, Mandarin und Englisch).

Von den Briten geblieben ist die eingeführte Währung (der Hongkongdollar), das Rechtssystem, die visumfreie Einreise, eine gut bewachte Grenze zum alten Vater- und heutigen Mutterland sowie der Linksverkehr.

Heute erscheint vielen Besuchern diese Stadt zu verwestlicht, was bei einem genaueren Betrachten absolut unzutreffend ist.

Nur eine sehr geringe Minderheit spricht ein Englisch, welches für Europäer, Amerikaner oder Australier wirklich verständlich ist. Die absolut beeindruckenden Hochhäuser sind noch heute „marke Eigenbau" und werden mit traditionellen Bambusgerüsten in die Höhe gezogen und die städtische Politik wurde bereits unter den Briten mehr von informellen Kreisen und Wirtschaftsmagnaten geprägt als von der eigentlichen Politik.

Familiensolidarität und Familienzusammenhalt wird heute noch groß geschrieben und ist heute noch zusammen mit dem Glauben und den traditionellen Gepflogenheiten das wichtigste Gut der Bewohner Hongkongs.

 
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