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Hongkong "Chek Lap Kok"

Innenansicht des Flughafen 'Chek Lap Kok'

Der Flughafen "Chek Lap Kok"

Der internationale Flughafen von Hongkong "Chek Lap Kok" ist nach einer der Inseln benannt, auf die er gebaut wurde.

Wie wurde der Flughafen gebaut? Was für Schwierigkeiten gab es?

Der neue Flughafen Hongkongs liegt auf einer 12,5 Quadratkilometer großen künstlichen Insel

Die Landungen auf dem alten Flughafen Kai Tak in Hong Kong waren unter Passagieren und Piloten berühmt-berüchtigt. Der Anflug ging knapp über und teils zwischen den Hochhäusern hindurch. Nur speziell ausgebildete Piloten durften den Airport anfliegen.

Mitte der 80er Jahre entscheiden sich die Stadtplaner Hong Kongs für den Bau eines neuen Flughafens. Doch es gab ein nicht unwesentliches Problem: es gab an Land keinen Platz mehr.

Flughafen der Superlative
Chek Lap Kok hat eine Fläche von etwa 1200 Fußballfeldern. Er ist das größte menschliche Bauprojekt, das jemals realisiert wurde. Der Flughafen ist sogar aus dem Weltraum zu sehen.

Bis zu 35 Millionen Passagiere können jährlich auf dem Flughafen abgefertigt werden. In seiner Nachbarschaft soll eine neue Stadt für 14.000 Einwohner gebaut werden. Bis zum Jahr 2010 soll ihre Einwohnerzahl auf 200.000 Menschen ansteigen. Die doppelstöckige Tsing-Ma-Brücke ist mit 2,2 Kilometern Länge die einzige Verbindung vom Flughafen zum Festland.

Die typische Dachform, die an stilisierte Wolken erinnert, ist zum Wahrzeichen des Flughafens geworden. Den gesamten Komplex hat der berühmte Architekt Sir Norman Foster entworfen.

Schwierige Bauarbeiten
Den Raumplanern blieb also nichts anderes übrig, als den neuen Flughafen ins Meer zu bauen. Als Standorte wurden die beiden Inseln Lantau und Chek Lap Kok. Um ausreichend Fläche für das geplante Großprojekt zu erhalten, mussten die beiden Inseln erst miteinander verbunden und eingeebnet werden.
Ein schwieriges Unterfangen, der die meiste Zeit der Bauarbeiten in Anspruch nehmen sollte.
Der gefürchtete, etwa 15 Meter dicke weiche Schlick wurde beim Bau einfach mit unterschiedlichen Verfahren abgesaugt oder ausgebaggert und abgefahren. Man versuchte also nicht, wie in Korea oder Japan diese Lehmschicht zu stabilisieren. Eine riesige Plattform entstand. Auch hier wurde ein Deich aufgeschüttet, um die Insel gegen die Wellen zu schützen.

Wie entsteht der Flughafen im Meer?
Im ersten Schritt wird dem weichen Meeresboden das Wasser entzogen. Stahlrohre werden in den Boden gerammt und mit Sand aufgefüllt. Der Sand sinkt nach unten und drückt das Wasser nach oben aus dem Meeresgrund.
Auf den gehärteten Meeresboden kommt dann der Untergrund der Baufläche, ein Fundament aus gehärtetem Sand. Im Umkreis von elf Kilometern werden Betonblöcke und Steine angehäuft, damit das Sandpolster nicht weggeschwemmt wird. Schließlich füllen Frachtkräne den Rest auf. Die Landaufschüttung verschlingt Baumaterial mit dem Volumen von 70 ägyptischen Pyramiden.
Die Asphaltschicht der Start- und Landebahn ist mehr als einen Meter dick, um auch 400 Tonnen schwere Jumbos tragen zu können. Etwa 5.000 Orientierungslichter werden installiert, damit die Piloten den Weg zu der künstlichen Insel finden.

1989 schließlich beginnen die Bauarbeiten.
Zunächst werden die Inseln mit Sprengstoff geschleift. Das abgetragene Geröll wird von LKW’s und Frachtschiffen zwischen den beiden Inseln ins Meer geschüttet. Das Gestein bildet das Fundament des zukünftigen Flughafens. Zusätzlich wird Schlamm aus dem Meer gesaugt und zwischen die Inseln gepumpt. Mauern aus Betonblöcken schirmen das neu gewonnene Land vor den Wellen ab. Bereits im Dezember 1993 sind die Inseln Chek Lap Kok und Lantau zu einer Insel zusammengewachsen. Im Sommer 1998, nach knapp zehnjähriger Bauzeit, wird der neue Flughafen Chek Lap Kok eröffnet.

Die Flughafenbauten stellt damit einen enormen Eingriff in das Ökosystem dar. Durch den Abbau der weichen Lehmschicht konnten dafür die Ingenieure von einer 2-3 Meter geringeren Absenkung ausgehen.

Nach Angaben der Flughafengesellschaft halten sich die Absenkungen der Gebäude im Vorhergesagten Rahmen. Sie liegt zwischen 20 und 50 Zentimeter. Die Lage des Flughafens und der Startbahnen wurde bereits in der Planungsphase so gewählt, dass bei den normalerweise vorherrschenden Winden und Wetterverhältnissen ein weitgehend störungsfreier Flugverkehr stattfinden kann.

Die Schienen und Straßenanbindung an den „Hongkong International Airport“ dagegen war fast so kompliziert und teuer, wie der Flughafen selber. 5 Bahnhöfe gibt es auf der 20 Minuten dauernden Fahrt nach Hongkong und dabei werden 6 Inseln verbunden. Überall an der Strecke sind nun neue Zentren entstanden. Die Siedlungen mit ihren Hochhäusern ziehen sich wie eine Perlenkette bis nach Hongkong. Natürlich sind die Grundstückspreise gestiegen, denn früher hat man die Inseln nur zeitaufwendig mit Fähren erreicht.

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