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Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt in
Hongkong.
Hongkong bietet die Gelegenheit, einen Großteil der Flora
und Fauna Chinas zu sehen, ohne durch das riesige Land zu reisen. |
Zudem verbringen hier viele asiatische Zugvögel
den Winter. Vor allem die Sumpfgebiete an der Küste sind beliebter
internationaler Vogeltreffpunkt.
Hongkong bietet den gefiederten Zeitgenossen viele geeignete
Plätze in einer oftmals wunderschönen Landschaft. Strände Mangroven,
Sumpfgebiete und Klippen ziehen sich entlang unberührter Küstenstreifen;
dahinter ragt eine bewaldete oder grasbewachsene Hügellandschaft
auf etwa 1000m hoch auf. In den Hochtälern findet man auch
einige Wasserreservoire. Diese Vielfalt der Landschaft spiegelt
sich in einer reichen Tier- und Pflanzenwelt wieder. So wurden
z.B. rund 400 vierschiedene Vogelarten gezählt, von denen über
100 hier auch nisten. Knapp 2.500 blühende Pflanzenarten und
Farne locken unzählige Schmetterlinge an.

Ein Land der Gegensätze
Dem Naturfreund mag Hongkong auf den ersten Blick uninteressant
erscheinen. Doch obwohl es eine gigantische Metropole ist,
sind seine überfüllten Stadt- und Ballungsgebiete
auf nur ein Viertel des 1076 km² großen Gebiets
beschränkt. Nun hat zwar der Mensch auch mit dem Anlegen
von Feldern in die Natur eingegriffen, doch wurden riesige
Flächen als Landschaftsparks oder Naturschutzgebiete ausgewiesen,
um die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. In diesen geschützten
Gebieten - Strände, Sumpfland, bewaldete Hügel und
Wasserreservoire - finden nicht nur Vögel und Pflanzen,
sondern auch Säugetiere wie beispielsweise Muntjak-Hirsche,
Stachelschweine und Zibetkatzen einen Lebensraum.
Auf der Insel Hongkong bieten der Botanische Garten und der
Hong Kong Park im Central District Vögeln eine friedliche
Zufluchtsstätte. Daneben gibt es fünf Landschaftsparks,
die der Wanderer auf dem 50 km langen "Hong Kong Trail" durchstreifen
kann. Besonders lohnend ist der Aberdeen Country Park landeinwärts
von Deep Water Bay mit seinen ausgedehnten Waldgebieten und
zwei Reservoiren. Wer auf dem Naturlehrpfad durch den Wald
wandert, sieht zahlreiche gefiederte Bewohner - Perlhalstaube,
Weißohrhäherling, Graubülbül, chinesischer
Spornkuckuck und Rotschnabelschweifkitta -, und das emsige
Summen der Insekten begleitet ihn durch das Gebüsch.
Es gibt zumindest eine Vogelart, die von der Überbevölkerung
in Hongkong ganz offenkundig profitiert: der Schwarzmilan.
Er ernährt sich vom Abfall und fühlt sich hier scheinbar
recht wohl. Umweltpolitisch gesehen, bereitet die Entsorgung
(Hausmüll, Abwasser, Industrieabfall etc.) den Hongkonger
Behörden einiges Kopfzerbrechen, doch ist das Problem
inzwischen erkannt, und Maßnahmen zur sofortigen wie
auch langfristigen Bekämpfung der Umweltverschmutzung
zeigen bereits erste Erfolge. |