Die Hügellandschaft wird vom Lion Rock
beherrscht: Hat man den richtigen Blickwinkel, kann man die
Gestalt eines kauernden Löwen erkennen. Lion Rock ist
schon immer ein viel besuchtes Ausflugsziel. Exponierte Stellen
wie Lion Rock selbst, Mong Fu Shek und Beacon Hill bieten überwältigende
Ausblicke. Der Baumbestand war durch jahrzehntelange Abholzungen
auf einen kläglichen Rest zusammengeschrumpft. Ein umfassendes
Aufforstungsprogramm brachte nur bedingt den gewünschten
Erfolg, da die Böden durch Waldbrände und agrarische
Nutzung stark ausgelaugt sind. Trotzdem gedeihen hier Chinesische
Rotkiefer, Echter Erdbeerbaum und Efeubaum; im Westteil des
Naturparks pflanzte man Mischwald an, um den Baumbestand zu
diversifizieren.

Durch das Naturschutzgebiet führen keine Straßen;
dafür gibt es zahlreiche Wanderwege - auch der MacLehose
Trail durchquert den Park - und einen Naturlehrpfad.
In den unwegsameren Gegenden leben Schwalbenschwänze.
Im Frühling und Sommer begleitet Sie das Zirpen der Zikaden;
leider verstehen sie es vortrefflich, sich zu verstecken. Aus
dem Gebüsch ertönt das laute Rufen der kleinen Alexandersittiche,
die ihre Nester in den ältesten und größten
Bäumen bauen. Wissenschaftler haben bis heute nicht geklärt,
ob sie eine ursprüngliche Hongkonger Spezies sind oder
aber auf Schiffen eingeführt wurden - wie dem auch sei,
heute gehören sie zu den Stammbewohnern Hongkongs.
Der überall präsente Schwarzmilan hat sich natürlich
auch diesen Lebensraum nicht entgehen lassen. Sie erkennen
ihn in der Luft sofort an seinem gabelförmigen Schwanz
und an seinem pfeifenden Ruf. Er nistet manchmal in größeren
Kiefern. Seine Verbreitung ist groß, ein Zeichen dafür,
wie wohl sich dieser Schmarotzer unter Menschen fühlt.
In dieser Eigenschaft stehen ihm auch die frechen Makaken,
eine meerkatzenähnliche Affenart mit langem Schwanz, nicht
nach. Sie lassen sich nur allzu gerne von Menschen füttern. |