Das beliebte Ausflugsziel besticht durch seine
reizvolle Hügellandschaft, und die Naturwälder beheimaten
eine artenreiche Flora und Fauna. Vor allem Vogelliebhaber
können hier unter den unzähligen Piepmätzen
durchaus auch einen Vertreter seltener Arten zu Gesicht bekommen.

Ähnlich wie in vielen anderen Vogelschutzgebieten Hongkongs
ist es auch hier an Wochenenden und Feiertagen wegen der vielen
Ausflügler
mitunter schwierig, sich an Vögel heranzupirschen. Vor allem
in der Nähe der Park- und Picknickplätze lassen sie
sich nicht blicken. Es gibt jedoch einen Naturlehrpfad sowie
mehrere farbig markierte Waldwege, die in ruhige Gebiete führen
und eine Beobachtung ermöglichen.
In Tai Po Kau kommt der Vogelliebhaber stets auf seine Kosten.
Vor allem wenn die Zugvögel zwischen März und Mai sowie
August und Oktober unterwegs sind, wird seine Geduld reichlich
belohnt. Nach einem tropischen Regenguß beispielsweise
wimmelt es in den Büschen nur so von Vögeln; dann erspähen
Sie vielleicht Weißschwanzschnäpper, Japanschnäpper
und Indische Paradiesschnäpper - die prächtigen Männchen
der letzteren erkennen Sie am langen, kastanienbraunen Schwanzgefieder.
Von Oktober bis März sind die Wälder Winterquartier
für zahlreiche Vogelarten. Rotkehlpieper, Waldpieper und
Spornpieper picken vom Boden der Lichtungen oder von Wegen
ihre Nahrung auf, mitunter leisten ihnen Graurückendrosseln
Gesellschaft. Waldsänger, Schnäpper und andere kleine
Sperlingsvögel schwirren umher. Sie sind unglaublich flink
und nur schwer zu erkennen, doch mit etwas Geduld, Ausdauer
und einem feinen Gehör haben Sie vielleicht das Glück,
einem kleinen Schwarm zu begegnen. Viele der einheimischen
Vögel in Tai Po Kau sind zwar recht scheu und unauffällig,
andere jedoch genießen das Publikum: So bleibt beispielsweise
der Blaukopf-Bartvogel mit seinem grün-braunen Gefieder
und gelben Schnabel ungerührt auf dem Zweig sitzen; der
Königsdrongo platziert sich provokativ mitten auf die
Wiese und heischt mit seinem zischenden Schrei um Aufmerksamkeit.
Zwischen dem Laub schimmert mitunter das bunte Gefieder des
Rotschnabelschweifkittas hervor, und auch die heimischen Scharlachmennigvögel
oder Spatelschwanzsterne sind unübersehbar. Im Winter
erhalten sie Verstärkung von ihren ausländischen
Artgenossen. |