Einen Bummel wert ist der beliebte Jardine´s
Market; an einem Ende können Sie sich durch unzählige
Verkaufsstände mit billigen Blusen, Hemden, Jeans oder
Unterwäsche wühlen, am anderen Ende sich mit frischem
Fleisch, Gemüse, Obst und Blumen eindecken.

Am Hafen, gegenüber dem Excelsior Hotel, steht die berühmte
Noon Day Gun, die "Mittags-Kanone". Als Hongkong eine
aufstrebende Kronkolonie war, wurden die Schiffe des Handelshauses
Jardine, Matheson & Co. mit 21 Salutschüssen begrüßt
oder verabschiedet, wenn der Taipan, der unumschränkte Herrscher
der Firma, an Bord war. Einem britischen Admiral missfiel diese
Anmaßung - Salutschüsse waren schließlich hochrangigen
Persönlichkeiten vorbehalten. Auf seine Anordnung hin wurde
der Spieß umgedreht: Das Unternehmen wurde verpflichtet,
fortan jeden Mittag um 12 Uhr mit Kanonenschüssen die Zeit
anzuzeigen - was Personal und Pulver kostete. Im Zweiten Weltkrieg
wurde die Kanone zerstört und nach Kriegsende von der Königlichen
Marine durch eine neue ersetzt. Seitdem wird wieder täglich
zur Mittagszeit sowie zum Neujahr ein Schuß abgegeben.

Die 1959 durch einen Damm mit dem Festland verbundene Kellet
Island ist Sitz des Royal Hong Kong Yacht Club. Hier beginnt
der erste Cross Harbour Tunnel, der die Insel Hongkong mit
Kowloon verbindet.

Im Typhoon Shelter, dem Schutzhafen für Sampans und Yachten, östlich
des Yacht Club, leben noch zahlreiche Menschen auf Hausbooten.
In den Sommermonaten können hier abends zwischen 19 und
20 Uhr Sampans gemietet werden. Küchensampans bieten frische
Meeresfrüchte mit Nudeln an, Musikantenboote unterhalten
Sie während des Essens. Vorher muß natürlich
der Preis ausgehandelt werden (etwa 120 - 150 HK$). Doch Vorsicht:
Die Boote sind nicht lizensiert und unhygienisch. Den Schutzhafen
erreichen Sie über eine Fußgängerüberführung
vom Victoria Park aus.

Causeway Bay ist ein wahres Schlemmerparadies. Allein die
Food Street ist ein Erlebnis: Hier können Sie sich durch
die japanische, chinesische, koreanische und auch westliche
Küche durchkosten; die Atmosphäre der Restaurants
ist unwiderstehlich!
Der Victoria Park gehört zu den wenigen Grünflächen
des dicht bebauten Viertels. Beim Spaziergang durch den Park
werden Sie Vogelkäfige in den Ästen der Bäume
sehen - die stolzen Besitzer gönnen ihren trällernden
Lieblingen ein wenig frische Luft. Wer sich sportlich betätigen
möchte, findet Schwimmbäder, Jogging-Pfade und Tennisplätze.
In den frühen Morgenstunden ertüchtigen sich viele
Hongkonger hier beim Schattenboxen. Am chinesischen Neujahrsfest
ist der Park Schauplatz eines großen Blumenmarktes. Die
Queen-Victoria-Statue, die sich im Park erhebt, stammt aus
dem Jahr 1895.
Im Südosten, nahe der Tai Hang Road, erstrecken sich die
Aw Boon Haw Gardens über steile Hügel, vorbei an
Grotten und Höhlen mit grellbunt bemalten Skulpturen aus
der chinesischen Mythologie. Angelegt wurde der Garten 1935
vom Erfinder des berühmten Tigerbalsams. Auf Europäer
wirkt die Anlage eher kitschig, doch ist sie beliebtes Ausflugsziel
der Chinesen. Eindrucksvoll ist die sechsstöckige Tiger-Pagode,
das Wahrzeichen dieser Gegend. Am Parkeingang ist in der Haw
Par Villa die wohl kostbarste Jadesammlung der Welt untergebracht;
mit einer Sondergenehmigung, die durch die HKTA besorgt werden
kann, ist sie zu besichtigen. |