Stanley, eine der ältesten Siedlungen auf
der Insel, erreicht man per Bus (Linie 6 oder 260) ab Central;
nur 10 Autominuten sind es von der Repulse Bay. Stanley war
der erste Militärstützpunkt, den die Briten auf Hong
Kong Island einrichteten; auch heute noch ist ein Teil der
Halbinsel Stanley militärisches Sperrgebiet. Ende 1941
war es den Japanern gelungen, auch die Insel Hongkong zu besetzen;
in Stanley errichteten sie ein berüchtigtes Internierungslager,
vor allem für britische Kriegsgefangene.

Die meisten Besucher kommen wegen des Stanley Market hierher.
Gehen Sie von der Bushaltestelle einfach die Stanley Market
Street entlang. Sie können den Markt nicht verfehlen. Von 10 -
19 Uhr werden hier Jeans, Sportartikel, Seidenwaren und Modeschmuck
verkauft; günstig erstehen können Sie auch die Überschussproduktionen
bekannter Markenfirmen. Erwähnung verdienen drei hübsche
Badestrände: Stanley Main Beach, Stanley Strand und St.
Stephen´s Beach.

Etwas versteckt liegt am Ende der Stanley Main Street der
Tin Hau Temple, der älteste Tempel der Insel aus dem 18.
Jahrhundert, der Göttin des Himmels geweiht. Im Inneren
befinden sich eine Glocke und eine Trommel, die der Pirat Chang
Po Chai um 1770 benutzte, um seinen Schiffen Nachrichten zu übermitteln.
Ungewöhnlich sind die bedrohlich wirkenden, schwarzgoldenen
Götterstatuen auf dem Steinsims, der um drei Seiten des
Tempels verläuft. Am 23. Tag des dritten Mondmonats (April/Mai),
wenn die Göttin Geburtstag feiert, werden den Kanton-Opern
aufgeführt. Wenn Sie hinter dem Tin Hau Temple an der
Küstenstraße weiterfahren (Buslinie 6 und 260 ab
Central, Buslinie 9 ab Shau Kei Wan), erreichen Sie die Badestrände
Shek O und Big Wave Bay an der Ostküste, an Wochenenden
ebenfalls beliebte Ausflugsziele. Shek O ist ein exklusives
Wohnviertel mit Villen und Apartmenthäusern. Die wohlhabenden
Bewohner frönen auf einem 18-Loch-Golfplatz ihrem Hobby.
Entlang der Küste erstreckt sich ein Landschaftspark,
zu dem auch die vorgelagerten Inseln Ng Fan und Tai Tau gehören;
von Tai Tau bietet sich ein schöner Blick auf die Halbinseln
D´Aguilar und Stanley; einfache Restaurants bieten gutes
kantonesisches Essen. |