Nun gut – laut jedem Reiseführer
und Buch über Hong Kong ein Muss. Zugegeben, das ist es
wirklich. Zum einen führt eine 1888 erbaute Zugseilbahn auf diesen Hausberg Hongkongs und zum zweiten gibt es keinen
besseren Blick auf HK. Selbst Die Wolkenkratzer schrumpfen
auf Schuhkartongröße zusammen, wenn man sich auf
oder rund um die Aussichtsplattform aufhält. Der Gipfel
selbst hingegen ist weniger spektakulär und befindet sich
noch einmal etwas höher als die Bergstation der Seilbahn.
Nun gut. Ich bin noch fit und fahre zum ersten mal vom Stadtteil
Kowloon mit der legendären Star
Ferry auf die eigentliche
Insel Hong Kong. Hier befinden sich auch die imposanten Hochhäuser
der Banken und Versicherungen sowie die Börse. Dieses
wird einem schnell deutlich, denn hier triff man nicht die
freundlichen Araber die einem gefälschte Ware unterjubeln
wollen, sondern fein gekleidete Damen und Herren der Finanzwelt.
Auch sieht man hier ab und an ein paar Europäer was außerhalb
der Insel eher seltener der Fall ist.
Es sind vom Hafen nur rund 10 Minuten zu Fuß wenn man
zur Bahnstation der Peak Tram möchte – ein lohnenswerter
Fußweg um einen ersten Eindruck der nah am Hafen erbauten
Prachttempel der Neuzeit zu erhalten.

Stadtplan Hongkong © hot-maps
Die Peaktram bringt mich zusammen mit zahlreichen Japanern
(fast schon die zweite Invasion der Japaner in HK) auf den
Gipfel. Wow! Was für ein Ausblick wenn man sich erst einmal
an den kitschigen Souvenierläden vorbei gebahnt hat.

Stadtplan Hongkong © hot-maps

Nachdem ich meine eigenen Fotos im Wettstreit mit den erwähnten
Japanern geschossen habe, lese ich in meinen drei mitgebrachten
Hongkong Führern was denn nun das wichtigste ist, wobei
mich der Hunger überkommt. Gut, dann lesen wir beim Essen,
denke ich mir und begebe mich in eines der Restaurants, was
ich genauso gut auch hätte bleiben lassen können.
Anscheinend isst man hier bei Ausflugszielen nicht besser als
in Deutschland … Der Kaffee war jedoch heiß und
lecker …
Nun gut, das teuerste Haus der Welt steht hier. Ganze 900
Millionen HK$ wurden dafür geboten und abgelehnt (Wochen
später brachen die Immobilienpreise zusammen und das Haus
war für ein Drittel zu haben). Spazierengehen, rund um
den Peak, das soll sich lohnen. Ich kann es leider nur bedingt
bestätigen, denn meine Füße wollten alles andere
als schon wieder lange laufen.
Ahh – den besten Blick hat man laut „Marco Polo
Insider Tipps“ von einem 800 Meter entferten Steilhang.
Das wäre noch eine Strecke die ich schaffen könnte.
Vielleicht sollte ich in den kommenden Tagen diesem Buch nicht
mehr so viel glauben schenken. Der Weg war umsonst, denn die
Aussicht war nicht besser oder schlechter als von der Aussichtsplattform
der Gipfelstation oder der des „Lion Club“ die
nur wenige Meter neben der Bergstation liegt.

Leider war an diesem Tag keine gute Fernsicht ...
Gut, dann warte ich eben bis es dunkel wird – immerhin
möchte man doch auch Bilder dieser Skyline von der Nacht
haben. Bei einer weiteren Tasse Kaffee warte ich auf die Dunkelheit.
Zudem kann ich bei dieser Gelegenheit auch rauchen, was rund
um den Peak kaum möglich oder gestattet ist.
 Kaum ist es richtig dunkel, gehe ich zu einem zuvor ausgesuchten
Punkt um meine Fotos zu machen. Diese Idee und diesen Standpunkt
hatten wohl noch mehr – vor allem gechäftstüchtige
Fotografen die fotohungrige Touristen und einheimische mit
diesem Angebot locken. Hat man den eigenen Platz ergattert,
bekommt man jedoch kostenlos und mindestens in gleicher Qualität
Fotos die einfach beeindruckend sind. Zudem werden die Fotos
der Fotografen auf herkömmlichen Tintenstrahldruckern
ausgedruckt, eigene Fotos erhält man immerhin auch auf
langlebigem Fotopapier. |