Mit dem Schnellboot von Shenzhen nach Hongkong
Auch heute werde ich von Shenzhen nicht viel sehen – ein
kurzer Besuch in einem der Parks von Shenzhen ist alles, was
ich heute von dieser Stadt zu sehen bekomme. Es ist keine Zeit,
denn wir müssen schnell nach Hongkong zurück.
Sui hat schon vor meinem Abflug aus Deutschland etwas Besonderes
organisiert und gebucht – das will ich mir auf keinen
Fall entgehen lassen …
Das Schnellboot – einer der Fährverbindungen zwischen
Shenzhen und Hongkong ist ein relativ günstiges und praktisches
Verkehrsmittel, wenn man von Hongkong nach Shenzhen oder umgekehrt
möchte. Die Boote sind klimatisiert und selbst die erste
Klasse kostet kaum mehr als die Touristenklasse. Service (außer
einem Fernseher) gibt es keinen – aber den benötigt
man auch nicht unbedingt, denn so lange dauert die Überfahrt
nun auch wieder nicht.
Allen Duty Free Shoppern sein ganz nebenbei gesagt, dass man
im Hafen von Shenzhen noch wunderbar einkaufen kann. Alkoholika,
Tabakwaren und Parfüm werden hier in einfachen, aber gut
bestückten Duty Free Shops angeboten.
„Hong Kong’s Famed & Famous“
Wer in relativ kurzer Zeit sehr viel von Hongkong sehen möchte
und zudem ein besonderes Erlebnis sucht, der kann die „Hong
Kong's Famed & Famous" Tour buchen. Dies kann
man entweder direkt beim Veranstalter oder über
das „Hong
Kong Tourism Board" abwickeln.
Geboten werden bei dieser Tour:
- Ein Helikopter Rundflug über Hongkong
- Der Besuch des Mid-Levels Escalator
- Ein Besuch des Aberdeen Fishing Village
- Sowie ein Besuch des Peak
Zweifelsohne war für mich der Rundflug das, auf das ich
mich am meisten freute – und auch das, was mir danach
am besten gefallen hat. Der Rundflug ist zwar mit „nur" rund
fünf Minuten relativ kurz, und fast schon ein Appetithappen
für die eigentlichen Rundflüge, die man ebenfalls
buchen kann, aber dennoch wirklich sein Geld wert (ich habe
es ja so oder so geschenkt bekommen …).
Zur Tour
Wie alle Touren ist auch diese gut durchorganisiert. Alle beteiligten
werden zur vorher bekannt gegebenen Zeiten in den jeweiligen
Hotels abgeholt – eine sehr bequeme Art Hongkong zu
erkunden. Wenn man bedenkt, dass die komplette Tour für
gerade einmal 580 HKD angeboten wird, ist es sogar eine ausgesprochen
günstige Tour, da damit auch alle Kosten für Transportmittel
etc. gedeckt sind. Gemessen daran ist es auch nicht schlimm,
dass die Tour auch einmal unterbrochen wird, damit jeder
die „Gelegenheit" hat, besonders günstig
in einer Schmuckfabrik besonders günstig einzukaufen …
Helicopter Ride
Am Huschrauberlandeplatz in Kowloon, von dem aus auch eigene
Rundflüge und Geschäftsflüge angeboten werden,
ist zunächst etwas Geduld angesagt. Anscheinend sind
diese Art der Rundflüge sehr beliebt und daher ständig
Hubschrauber am Starten und Landen. Diese Zeit kann man entweder
dazu nutzen sich mit Souvenirs einzudecken, oder indem man
dem Treiben entspannt zusieht.
 Sobald die eigene Gruppe an der Reihe ist, geht alles ziemlich
schnell. Durch die kurzen Verweilzeiten der Hubschrauber am
Landeplatz sind zumindest bei uns nicht einmal die Rotorblätter
abgeschaltet worden. Kaum sitzen alle Fluggäste an Board,
hebt der Hubschrauber auch schon ab und der Flug geht Richtung "Hong
Kong Convention und Exhibition Centre" – immer entlang
an der Skyline von Hong Kong Island. Von dort aus wird ein
Bogen über den Hafen, Kowloon und zurück zum Landeplatz
geflogen.




Ich hatte die ganze Zeit meine Kamera im Anschlag und versuchte
so viele Fotos wie nur möglich zu machen – dummerweise
war es heute etwas dunstig, wodurch die qualitative Ausbeute
nicht besonders hoch war. Ein Erlebnis war es der ganz besonderen
Art – und am liebsten hätte ich umgehend einen noch
längeren Rundflug gebucht, die aber leider für die
nächsten Tage bereits alle ausgebucht waren …
 Der Escalator
Zugegeben – der Escalator war für uns nichts Neues
mehr und wir haben diesen auch nicht mitgemacht. Wir hatten
mehr Spaß daran in dieser Zeit eine gute Tasse Kaffee
in einem der chinesischen Restaurants zu genießen. Jeder,
der den Escalator jedoch noch nicht gesehen hat, hat hierüber
jedoch eine gute Gelegenheit.
(Detailinformationen
zum Escalator findest Du HIER) Aberdeen Fishing Village
Im Grunde müsste man sich hierfür wesentlich mehr
Zeit nehmen – Fischer, Boote und das gesamte Treiben
ist interessant und für alle die gerne fotografieren bieten
sich hier nahezu endlose Möglichkeiten. Ich hatte es die
Ganze reise jedoch noch nicht geschafft mir hierfür Zeit
zu nehmen, und so war dies eine gute Alternative.

Die Rundfahrt
durch den Hafen erfolgt in einem kleinen Boot – gemütlich
und ganz ohne Stress. Vom Wasser aus hat man in diesem Fall
sicherlich auch den besten Überblick. Natürlich ist
vom ursprünglichen „Fischervolk" welches
hier einmal lebte nicht mehr allzu viel zu sehen, aber die
noch
Verbliebenen vermitteln zumindest einen groben Eindruck.
 Der Hafen von Aberdeen war früher für die vielen
chinesischen Sampans (das sind kleine Boote mit flachem Boden)
und Dschunken berühmt, die dort ankerten. Die in zahllosen
Spielfilmen verewigte Dschunkenstadt ist schon seit Jahren
arg geschrumpft - nach Fläche sowie nach Zahl der Boote
und Bootsbewohner. Die Fischer sind inzwischen in sicherere
und hygienischere Wohnungen in den Hochhäusern am Rande
des Hafens umgezogen. Obwohl es nicht mehr der faszinierende
exotische Ort ist, der es einmal war, ist Aberdeen immer noch
einen kurzen Besuch wert.


 Am schönsten lässt sich der Hafen vom Wasser aus
besichtigen - und das sogar gratis: Man braucht nur mit der
kostenlosen Fähre zu den drei schwimmenden Riesenrestaurants überzusetzen.
Diese goldbeladenen Monumente chinesischen Kitsches liegen
etwas abseits (gegenüber dem exklusiven Yachtklub) und
sind fest im Boden verankert. In ihnen wird auch Kunsthandwerk
verkauft; auf dem rückwärtigen Küchenponton
wartet in großen Becken essbares Seegetier auf den Kochtopf.
Wer nichts verzehrt, fällt nicht weiter auf (Massenabfertigung).
 Am interessantesten ist es in Aberdeen wahrscheinlich am frühen
Morgen, wenn auf der Hafenpromenade der Fang der Vorherigen
nach verkauft wird.

Victoria Peak - The Peak
Ok, auch dieser Punkt ist für jeden der schon auf dem
Peak war (oder gar mehrmals) sicherlich nicht der spannendste
Punkt, was auch der kostenlos angebotene Kaffee und Kuchen
nicht wesentlich ändern kann. Da es aber sicherlich genug
Besucher von Hongkong gibt, die noch nicht auf dem Peak warn,
ist es zumindest für dieses Tour-Package eine Bereicherung. Victoria Peak ist die letzte Station dieser Tour und wir lösen
uns von der Gruppe ab, um auf eigene Faust wieder zurückzukommen – so
haben wir noch einmal die Möglichkeit uns „unser" Hongkong
anzusehen, durch die Straßen und Gassen zu schlendern
und zu guter Letzt in Central noch etwas zu Shoppen…
(Detailinformationen
zum "Peak" findest Du HIER)
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