Es ist schon morgens heiß, die Nacht hat
die Stadt kaum abgekühlt. Als Erstes gilt es mir eine „Octopus-Card" zu
besorgen, mit der ich bargeldlos alle Transportmittel sowie
in vielen Geschäften bargeldlos zahlen kann.

Mit der „Octopus-Card“ bewaffnet mache ich mich
Richtung Central – dort habe ich 2003 ein Parfüm
erworben, welches ich in Europa nicht kaufen kann. Nachschub
steht an …
Auch möchte ich mir ein paar leichtere Sachen kaufen,
um der Hitze entsprechend entgegentreten zu können. Ich
habe genug Zeit bis mittags gegen 16 Uhr in Kowloon die einzig
verbliebene Dschunke anlegen wird.

Was ich so kaufen möchte, finde ich relativ schnell,
es bleibt auch genug Zeit, um noch eine Runde mit der Straßenbahn
zu fahren, um dann mit der Star-Ferry von Central nach Kowloon überzusetzen.

In Tsim Sha Tsui angekommen, wende ich mich wieder einmal
an die Tourist-Information um den genauen Anlegeplatz der Dschunke
zu erfragen. Aufgrund von Bauarbeiten, am Hafenbecken, steht
dieser noch nicht fest …
Ich mache mich also wie Zahlreiche andere Schaulistigen daran
zu warten – und da passiert es – es ziehen dunkle
Regenwolken auf und verheißen nichts Gutes für mein
Vorhaben.

Wie sollte es anders sein – kurz vor dem Eintreffen
der Dschunke fängt es wirklich an stark zu regnen. Die
Dschunke selbst kommt nicht wie erhofft mit gehissten Segeln
und legt auch nicht entsprechend ab – die erwünschte
Fotoausbeute hält sich daher mager in Grenzen.

Nun ja, also langsam zurück zum Hotel (ein paar Shops
kann ich noch in Ruhe auf dem Weg mitnehmen), da ich heute
Abend mit dem Fahrer vom Vortag auf Foto-Safari gehen möchte.
Auf dem Rückweg, keine 5 Minuten vom Hotel entfernt,
ist ein großen, Computerstore, den ich bereits 2003 und
2004 schon einmal aufgesucht habe. Heute finde ich zu meinem
Erstaunen ein Sony Subnotebook für umgerechnet 600,- Euro … Eigentlich
besagt die Reisekasse, dass dieses Notebook nicht im Budget
eingeplant ist, doch es möchte unbedingt zu mir … ich
gebe nach …
Jacky, der Fahrer vom Vortag, holt mich pünktlich um
20 Uhr am Hotel ab. Zum Glück hat es aufgehört mit
Regnen. Wir machen uns auf zur "Ting Kau" Brücke
und wollen danach in den Container-Hafen. Aufgrund eines mangelndem
Weitwinkel-Objektives gestalteten sich die Aufnahmen der Brücke
schwerer als gedacht. Jacky ist sichtlich bemüht einen
optimalen Platz zum Fotografieren ausfindig zu machen, doch
ich bewege ihn irgendwann dazu es dann doch im Containerhafen
zu versuchen.

Auch der Containerhafen macht es uns nicht leicht. Die Absperrungen
sind weitläufig und an Stellen die eine gute Einsicht
bieten, befindet man sich direkt auf der Stadtautobahn …
 
Es war bestimmt über eine Stunde die Jacky versuchte
an einen guten Platz zu kommen, bis er dann sich dazu entschloss
auf dem Stadtstreifen der Stadtautobahn zu halten – ein
Unterfangen, welches im ersten Anlauf durch die Polizei unterbunden
wurde (die wie aus dem Nichts plötzlich hinter uns war).
Erst im zweiten Anlauf hatten wir etwas mehr Zeit, um an entsprechende
Fotos zu kommen, mussten aber auch diesmal abbrechen. Auf ein
weiteres „Katz und Maus Spiel" wollte ich mich dann
doch nicht einlassen – ein Versuch war es wert. |