Viele Besucher, die auf Cheung Chau ("lange
Insel") ankommen, sind von dem Anblick fasziniert, dass
und wie die Fischer an ihrem traditionellen Leben auf den authentischen
Holzdschunken festhalten - auch wenn sie heute mit den modernsten
Fischsuchgeräten ausgerüstet sind. Es gibt keinen
Autoverkehr auf dieser winzigen knochenförmigen Insel.
Das ist eine ideale Voraussetzung zum Spazierengehen und dabei
ungestört die Umgebung und Atmosphäre zu genießen.


Die Pak She Praya Road nutzt ihren portugiesischen Namen (importiert
aus Macau) für die Hafenpromenade - die "Praya".
Sie wurde auf vom Meer abgerungenem Land gebaut. Entlang des
Hafens werden Meeresfrüchte in der Sonne getrocknet und
Fischhändler verkaufen frische Muscheln und Meeresfrüchte
in Geschäften und Restaurants. Abends wird die Straße
eine bunte Promenade im mediterranen Stil für die Inselbewohner,
während am Wochenende die Tagesausflügler aus Hong
Kong übernehmen.


Ich hatte wohl meine Informationen über die Drachenbootrennen
nicht aufmerksam genug gelesen, denn nach dem Verlassen der
Fähre, befand ich mich direkt am Rande der Rennstrecke.
Nun denn, die Insel kann ich auch noch etwas später erkunden – die
Fotos sind mir erst einmal wichtiger.
Pak Tai Tempel
Nach rund drei Stunden wird mir die Hitze am Hafenbecken in
praller Sonne zu stark – ich entschließe mich
langsam die Insel zu erkunden.

 Vor mehr als 200 Jahren errichtet, ist der Tempel dem taoistischen
Gott des Meeres, dem "Großen Kaiser des dunklen
Himmels" geweiht. Die Kraft von Pak Tai wird durch eine
Schlange und eine Schildkröte unter seinen Füßen
symbolisiert. Vor dem Altar stehen Statuen von den beiden Generälen "Tausend
Meilen Auge" und "Gutes Wind Ohr", von denen
man sagt, dass sie alles auf jede Distanz hin sehen oder hören
können. Seitenhallen zeigen Bilder des Grünen Drachen
und des Weißen Tigers. Das Tempelgebäude bietet
viele Features traditioneller chinesischer Tempelarchitektur
auf wie Keramikfiguren auf dem Dachfirst und Steinlöwen
im Vorhof.

Eigentlich ist das Fotografieren verboten, doch der nette
alte Mann, der auf die Tempelanlage aufpasste, deutet nur höflich
auf die Spendenkasse … Nach einer angemessenen Spende
begab er sich auf seinen Liegestuhl zurück und lies mich
in Ruhe fotografieren – schön, wenn alles so problemlos
läuft.

Ich verharrte bestimmt noch eine Stunde im Tempel – war
schön ruhig und die Temperatur im Inneren durchaus ertragbar.
Der Badestrand von Cheung Chau
Nachdem ich mich durch die engen Gassen bis zum anderen Ufer
der Insel gegangen bind, dachte ich schon im falschen Film
zu sein. Nichts mehr von geselligem Treiben und Menschenmassen.
Der Stand war nahezu menschenleer. Auch bot der Anblick nicht
das erwartete – nein, der Strand war um ein Vielfaches
besser als er mir bislang beschrieben wurde.


Nahezu weißer
Sand, sauberes Wasser und dazu die traumhaften Temperaturen
erschienen wie im Paradies. Zu dumm, auch dass ich keine
Badehose und kein Handtuch dabei hatte. Kaufen hätte
ich sicherlich alles können, doch das war mir dann direkt
am Strand doch etwas zu teuer. Nun ja, ich schlenderte eben
am Ufer entlang und besonn b´mich darauf, dass ich
ja eigentlich Urlaub habe … Zurück auf Hongkong Island - Man Mo Temple
Das düstere, rotgoldene Innere des Tempels aus den 40er
Jahren des 19 Jahrhunderts, ist stehst mit dicken Sandelholz-Rauchschwaden
der riesigen Räucherstäbchen-Spiralen an der decke,
vernebelt.


Diese Spiralen glühen bis zu vier Wochen lang – gegen
eine entsprechende Spende ist es auch Ihnen als Besucher möglich
eine solche Spirale zu erweben, mit Wünschen auszustatten
und aufhängen zu lassen. 2004 hat dies mein Sohn für
mich gemacht – ich wollte es auf keinen Fall versäumen
es dieses Jahr für ihn zu machen.
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