Es hört sich gut an, wenn man in den auf
englisch verfassten Informationsbroschüren nach geeigneten
Aktivitäten sucht. Für heute habe ich mir die "Kung
Fu Corner" im Kowloon Park ausgesucht. Ich hoffte ein
paar gute Fotos zu bekommen und konnte zudem Kowloon mit einer
ruhigen Shopping-Tour verbinden.
Auf dem Weg zum Kowloon Park, kam mir plötzlich wieder
alles sehr bekannt vor. Habe ich doch vor zwei Jahren genau
in diesem Viertel zwei Wochen lang „gelebt". Es
hat sich im Grunde nichts verändert und hätte mich
die ganz Reiserei nicht schon viel Geld gekostet, wäre
ich bestimmt schon innerhalb der ersten halben Stunde in einen
erneuten Kaufrausch verfallen.
Da ich aber nicht vollgepackt den Kowloon Park erreichen möchte,
beschränke ich mich absolut nur auf das Ansehen und Stöbern
in den einzelnen Angeboten.
Im Kowloon Park angekommen, ist die "Kung Fu Corner" nicht
zu verfehlen. Jeden Sonntag zwischen 14.30 Uhr und 16.30 Uhr
kann man hier zusehen, was die Einheimischen an Kung-Fu gelernt
haben. Aufgrund der relativ lauten Musik und den bereits zahlreich
versammelten Touristen (und Einheimischen) ist die Ecke im
Park schnell gefunden.



Auf mich macht es wieder einmal den typischen Touristen-Eindruck.
Wie soll es auch anders sein … Ich beschränke mich
daher auf einen kurzen Zwischenstopp und mache mich lieber
gemütlich durch den Park.

Stadtplan Hongkong © hot-maps
Das letzte Mal als ich das gemacht
habe, war Dezember. Von der Kleidung her machte dies diesmal
keinen Unterschied, obwohl heute die Temperatur natürlich
wesentlich höher war. So war es im Grunde auch nur im
Schatten wirklich auszuhalten, und Schattenplätze sind
spärlich und im Grunde bereits belegt.
Auf dem Rückweg nach Hongkong Island widme ich mich intensiver
dem Shoppen (wenngleich ich im Grunde fast nichts gekauft habe).
Auf Hongkong Island angekommen, bietet sich in Central das
sonntägliche Spektakel der Hausangestellten. Jeden Sonntag
werden hier ganze Straßen gesperrt, da dann die Hausangestellten
ihren einzigen freien Tag regelrecht zelebrieren. Sie sitzen
zusammen, spielen Karten, reden und natürlich – essen …



Auch wenn ich dies bereits in den letzten zwei Jahren beobachten
konnte, war es erneut ein faszinierender Anblick.
Der letzte Abend in Hongkong
Wan Chai ist das „berühmt berüchtigte“ Rotlichtviertel
in Hongkong. Da es sich jedoch angeblich entschärft hat
und sich auch „normale“ Bars dort angesiedelt haben
sollen, ist es mein heutiges Ziel am letzten Abend in Hongkong.
Dass sich die Situation entschäft haben soll, kann ich
jedoch auf keinen Fall bestätigen. Keine Bar, kein Lokal,
welches nicht nahezu ausschließlich von Prostituierten
bevölkert wird. Bereits in den Eingangsbereichen werden
die „Dienste" und „Möglichkeiten" offen
angeboten. Ich beschränke mich daher lediglich darauf,
einmal durch das Viertel zu gehen, mein Getränke in einem
der zahlreichen noch geöffneten Stores zu kaufen und mein „Abendessen" in
einem Imbiss einzunehmen. |