Früher verkehrten mit Kohle befeuerte Boote
zwischen Hong Kong Island und Kowloon. Heute sind es zwülf
mit Dieselmotoren angetriebene Fährschiffe, die jeweils nach
einem Stern benannt sind - den einzigen, die man im Hafen bei
Licht und Dunst sehen kann.
 Zahlreiche Mannschaftsmitglieder tragen noch altmodische Matrosenuniformen
und bieten somit ideale Fotomotive für Laien und kamerabewehrte
Touristen.
Der Uhrentum neben der Tsim Sha Tsui Star Ferry ist ein Wahrzeichen
und der letzte Überrest des alten Endbahnhofes in Kowloon,
der einst das Ziel der Züge vom Festland war (z.B. dem Orient
Express aus London).
 Die Star Ferrys verkehren auf insgesamt 4 Linien.
- zwischen Tsim Sha Tsui und Central
- zwischen Tsim Sha Tsui und Wanchai
- zwischen Central und Hung Hom
- zwischen Hung Hom und Wanchai
Fährt man durch den Victoria Harbour, erkennt man links die
Glasfront des Convention Centre und Wanchai. Darüber liegt
das rund 373 Meter hohe Central Plaza. Weiter zu sehen ist
die Bank of China und das HSBC Building.

Nirgendwo auf den Gewässern von Hongkong ist so viel
los wie im Victoria Habour. Das grüne Wasser des Victoria
Harbour bestimmt noch immer Hongkongs Sein und Streben.
 Eine Fährfahrt über den Tiefseehafen ist auch der
beste Weg, die Stadt kennen und lieben zu lernen. Seit mehr
als einem Jahrhundert setzen die Boote der Star Ferry Company
von einem Ufer zum anderen. Die Reise dauert nicht einmal
acht Minuten, ist aber vor allem für Neuankömmlinge ein unvergessliches
Erlebnis.
Wer sich nicht den Hals verrenken will, sollte seine erste
Fahrt von der Halbinsel Kowloon beim Ableger Tsim Sha Tsui
mit Ziel "Central" starten. Um die schwankende, betagte
Doppeldecker-Dieselfähre - früher saßen oben
an der frischen Luft die Briten und unten die chinesischen
Arbeiter - kurven Frachter und Schnellboote, manchmal gleitet
ein Ozeanriese der großen Kreuzfahrtunternehmen vorbei,
selten geworden sind die traditionellen Dschunken.
Am Wochenende kann man mit viel Glück auch
Hongkongs letzte Dschunke mit den Segeln in Form von Segelmausflügeln
im Hafen sehen.
 Für nur 1,70 HK$ im Unterdeck und 2,20 HK$ im Oberdeck, ist
die Fahrt mit der Star Ferry ein echtes Schnäppchen für Sightseeing
Freunde und vermittelt doch einen Tel des realen Lebens in
Hongkong.
Ober und Unterdeck dienten einst als Erste- bzw. Zweite-Klasse.
Heute zahlt man oben für die klimatisierten Räume etwas mehr.
Die Sicht ist nicht unbedingt besser auf dem Oberdeck, wobei
man im Unterdeck ab ab und an etwas von der Gischt des Meeres
abbekommen kann.
Die Anlegestelle der Star Ferry im Central District
ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf Hongkong
Island.
Hongkong heißt übersetzt "duftender Hafen".
Doch davon merkt der Reisende auf der Star Ferry wenig, bestenfalls
ist der Geruch auf dem Wasser unauffällig. Das Gefühl
der offenen Weite des 800 Meter breiten Hafenbeckens aber ist
ein Luxus, den auch der Besucher bald zu schätzen lernt:
Gerade einmal sieben bis neun Quadratmeter stehen jedem Einwohner
Hongkongs statistisch zur Verfügung. Was das bedeutet,
merkt man, wenn man am Fährpier in Central aussteigt und
hineinmarschiert in die Häuserschluchten rund um die Queen's
Road. Vor allem zur Rushhour ist auf Bürgersteigen und
Straßen kaum ein Durchkommen, jede Ecke ist zugebaut.
Etwas nörlich vom Fähterminal Tsim Sha Tsui legen die Kreuzfahrtschiffe
am Ocean Terminal an. Sehr selten legen hier auch US-Kriegsschiffe
an.
Bei einer Anfahrt auf Kowloon, kann man außer dem Clocktower
auch das "Arts and Cultural Centre, das Nobelhotel Peninsula,
sowie die Berge der New Territories erkennen.
Website der Star Ferry
http://www.starferry.com.hk/new/en/index.asp |