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Die Hong Kong-Chinesen selbst beherrschen dabei meist alle drei
Sprachen, obwohl die bevorzugte Sprache, wenn man so möchte, sicherlich
das Kantonesische ist. Englisch und Chinesisch, mit seinen beiden
Ausprägungen Mandarin und Kantonesisch, sind nach dem Gesetz offizielle
Amtssprachen. Englisch war in der Zeit zwischen 1883 und 1974 sogar die
einzige Amtssprache. Erst nach Protesten wurde das Chinesische als
gleichgestellte Sprache akzeptiert. Nachdem Hong Kong 1997 von den
Briten an China zurückgegeben wurde, behielt die Regierung der
autonomen Sonderverwaltungszone Hong Kong die bi- bzw. trilinguale
Sprachpolitik bei.
Das Katonesische als gesprochene Version des Chinesischen ist die
Muttersprache der Hong Kong-Chinesen und wird mit Stolz gesprochen und
gepflegt. Das Kantonesische leitet sich von einer gesprochenen Version
des Chinesischen aus der Guangdong-Provinz her. In der Erziehung und
Ausbildung konnte sich das Kantonesische genauso durchsetzen wie im
Fernsehen, öffentlichen Ämtern oder dem rechtlichen Bereich. Dass
Englisch nach wie vor Amtssprache ist und von den Hong Kong-Chinesen
gut beherrscht wird, macht Hong Kong auch zu einer faszinierenden
Destination für eine Sprachreise.
Das Kantonesische selbst ließe sich wiederum in zahlreiche Dialekte
unterteilen wie sie beispielsweise in den westlichen Teilen Hong Kongs
gesprochen werden: Toisanese und Teochiu etwa.
Während der britischen Herrschaft über Hong Kong wurde das
Mandarinchinesische eher selten benutzt. Trotz der Bemühungen der
chinesischen Zentralregierung das Mandarinchinesische in Hong Kong zu
stärken, bevorzugen die Hong Kong-Chinesen bis heute das Kantonesische
oder andere informelle Varianten des Chinesischen. Das
Mandarinchinesiche hat einen unangenehmen Beigeschmack für die Hong
Kong-Chinesen kamen doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
zahlreiche Immigranten aufgrund von Armut, Korruption etc.aus anderen
Teilen Chinas nach Hong Kong und mit ihnen das Mandarin.
Seit 1998 versucht die Regierung Hong Kongs allerdings das Mandarin
attraktiver zu machen, als “business skill” wird sie den Hong
Kong-Chinesen für den Handel mit der Republik China verkauft.
Erhebungen ergaben, dass heute circa 4% der Einwohner Hong Kongs zu
Hause eine Varietät des Mandarinchinesischen benutzen.
Wer also in Hong Kong ankommt, der darf sich über mehrsprachige
Schilder an Bahnhöfen, Straßen und Gebäuden freuen. Obwohl Kantonesisch
eine gesprochene Varietät des Chinesischen ist, existiert neben dem
geschriebenen Mandarinchinesisch auch eine geschriebenes Kantonesisch.
Im Kantonesischen schreibt man ganz einfach wie man spricht. In
Zeitungen und Magazinen findet man immer öfter die kantonesische
Sprache, gehäuft bei Zitaten und in Rubriken wie Unterhaltung und
Lokalnachrichten.
Ein interessantes Phänomen ist auch das Code-Switching
zwischen Englisch und Kantonesisch, wenn beide Sprachen in einem Satz
vorkommen. Zum Beispiel stolpert man über Ausdrücke wie
"唓,都唔 make sense!" , was so viel bedeutet wie "Wow, das macht
keinen Sinn!". Beim Code-switching ist alles erlaubt, englische
Wörter können mit chinesischer Grammtik gemischt werden.
Wer sich für Sprachreisen nach Hongkong interessiert, der sollte
sich an renommierte Sprachreiseanbieter, wie beispieslweise die
Schweizer ESL wenden. Dort hat man viele Jahre Erfahrung im
Organisieren von Sprachaufenthalten – von der Sprachreise Frankreich, über Praktika in den USA oder Sprachferien in Indien gibt’s hier alles.
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