"Hong Kong - City Of Live!"

Hongkong-Knigge - Was Sie beachten sollten

Sie sind ein Gast in einem fremden Land - leider wird das viel zu oft von Touristen etwas vergessen.

Zufallsbild aus unserer Bildergalerie Fotos aus Hongkong - der City Of Live!

Hongkong ist nicht Mallorca und Sie werden auch kaum an jeder Ecke Wiener Schnitzel mit Pommes bekommen. Es wäre für einen gelungen Aufenthalot ratsam ein paar Dinge zu beachten.

Auch wenn Hongkong für den Betrachter durch die Medien sehr westlich aussieht, so ist dies nur eine Fassade. Die eigentliche Gesellschaft und das eigentliche Leben sind in Hongkong noch sehr mit der Tradition verwurzelt.

Sicherlich wird niemand von Ihnen verlangen, dass Sie sich perfekt im "Kongkong-Knigge" auskennen, aber schon die einfachsten (bei uns leider vielfach vergessenen) Höflichkeitsregeln können Sie erheblich weiter bringen.

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Der Familienname wird zuerst genannt, Wong Man Ying wird beispielsweise als Mister Wong angesprochen.

Gesellschaftliche Zusammenkünfte finden in Restaurants statt, nicht in Privatwohnungen. Bei Einladungen sollten die üblichen Höflichkeitsregeln beachten werden. Es ist üblich, Gegeneinladungen auszusprechen.

Während einer Mahlzeit prostet man sich häufig zu, bei jedem neuen Gang sagt man Yum Sing. Es können bis zu 12 Gänge serviert werden und, obwohl es nicht als Beleidigung aufgefaßt wird, wenn man nur wenig ißt, gilt es als höflich, jeden Gang zu probieren.

Zwanglose Kleidung ist durchaus akzeptabel. Bei einigen gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet. Rauchen ist in der Regel gestattet, und Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet.

Fotografieren

Nicht nur Japaner lieben es zu fotografieren. Auch viele Chinesen haben eine gute Fotoausrüstung oder zumindest eine kleine Digitalkamera, die sie gerne und überall einsetzen. Den Besucher Hongkongs sollte dies nicht dazu verleiten Menschen einfach so ebenfalls zu fotografieren, es sei denn, man macht dies äußerst diskret oder mit einer Zustimmung, die auch per „Zeichensprache" oftmals leicht zu erhalten ist. Personen, die sich abwenden, zeigen deutlich, dass diese nicht damit einverstanden sind, was auch entsprechen respektiert werden sollte.

Gebäude und Plätze können von außen absolut unproblematisch fotografiert werden. Innerhalb von Gebäuden empfiehlt es sich einen der zahlreichen Wachleute zu fragen, oder sich eine offizielle Genehmigung einzuholen.

Fußgänger

Lassen Sie sich nicht davon verleiten Einheimischen einfach hinterher zu rennen, wenn diese ein Straße überqueren. Durch den dichten Verkehr und der Tatsache, dass Bus- und Taxifahrer wenig Rücksicht auf Fußgänger nehmen, kann das Überqueren einer Straße lebensgefährlich werden.

Benutzen sie lieber die allgegenwärtigen ampelgeschalteten Fußgängerüberwege oder die mindestens ebenso allgegenwärtigen Unter- und Überführungen. Die Ein- oder Aufgänge sind nach deutschen Maßstäben zwar häufig etwas versteckt, da diese sehr häufig durch oder über ein Wohn- oder Bürogebäude erreicht werden, doch gewöhnt man sich schnell daran mit den Augen die Übergänge „abzusuchen“ und somit den wahrscheinlichen Ein- oder Aufgang zu finden.

Ganz gleich wohin Sie wollen, nehmen Sie sich Zeit. Große Menschenmassen und allgegenwärtige Händler erschweren Ihnen das Vorankommen immens.

Geschäftliche Sitten

Bleiben Sie stehst höflich, verlieren Sie nicht das eigene Gesicht und blicken Sie nicht zu lange dem Gesprächspartner direkt in die Augen, da dies als unhöflich angesehen wird.

Der Tonfall sollte respektvoll sein und den Gesprächspartner sollte man stehst aussprechen lassen.

Visitenkarten, Geschäfts- und Schriftstücke sowie Gelscheine werden mit beiden Händen übergeben. Visitenkarten sollten mit Respekt behandelt werden. Sie sollten nicht in die Gesäßtasche gesteckt oder bekritzelt werden und bleiben in der Regel während des gesamten Gespräches auf dem Tisch liegen.

Einladungen und Geschenke

Wie auch bei uns sind Blumen und Pralinen immer ein gern gesehenes Geschenk. Grundsätzlich sollte aber immer darauf geachtet werden, dass es sich um eine gerade Anzahl (z.B. bei Blumen) handelt. Zu beachten ist jedoch dass weiß die Farbe des Todes ist. Weiße Blumen gehören daher NUR auf eine Beerdigung. Selbst Tische werden selbst bei einer ungeraden Anzahl an Personen, um ein Gedeck erweitert um wieder auf eine gerade Zahl zu gelangen.

Geld verschenkt man nur an Hochzeiten, Beerdigungen oder zum chinesischen Neujahr an Kinder – stehst verpackt in einem dazu passenden roten Umschlag.

Geschenke werden nicht im Beisein der Gäste ausgepackt, da dies als neugierig gelten würde, was auch dazu führen kann, dass diese zunächst abgelehnt werden. Bestehen Sie dann darauf das Geschenk zu überreichen, damit es der Beschenkte nach dem zweiten Anlauf ohne Gesichtsverlust annehmen kann.

Kleidung

Ganz gleich, zu welcher Jahreszeit Sie Hongkong besuchen werden – eine Jacke oder einen Pollover sollten Sie stehst dabei haben. Jeder geschlossene Raum, ganz gleich ob Restaurant, Hotel oder Fähre verwandeln sich von Januar bis Dezember dank aufgedrehter Klimaanlagen zu wahren Kühlschränken.

Wenn Sie ausgehen, sollten Sie sich schick, nicht aber unbedingt „overdressed“ anziehen. Besonders in guten Restaurants kann eine zu legere Kleidung schnell dazu führen eine etwas „schlechtere“ Bedienung zu erhalten. Möchte man zum Vergleich die Casino Spiele des nahe gelegenen Macaus in dessen Spielbanken besuchen, sollte man sich durchaus in Schale werfen um nicht aufzufallen oder gar am Eingang abgewiesen zu werden.

Am Strand können Sie ohne Bedenken Miniröcke oder Bikini tragen, Nacktbaden ist dagegen absolut tabu, immerhin ist es auch innerhalb der Familie oder an Schulen unvorstellbar den Körper eines anderen zu sehen.

Trinkgeld

Eine feste Trinkgeldregelung gibt es eigentlich nicht und die meisten Einwohner Hongkongs geben selbst nicht gerade üppige Trinkgelder. Bei meinem ersten Besuch in Hongkong wurde ich oft von Einheimischen darauf aufmerksam gemacht, dass das von mir gegebene Trinkgeld eigentlich viel zu hoch sei.

Hotels berechnen manchmal 10% des Zimmerpreises für die Bedienung und den Service. In manchen Restaurants kommt auf den auf der Speisekarte ausgezeichneten Preis noch MwSt. sowie 10% für die Bedienung. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist ein Trinkgeld von 10% vollkommen ausreichend und angebracht.

Taxifahrten sind ohnehin sehr günstig in Hongkong. Ich selbst bin gut damit gefahren, den Betrag einfach aufzurunden.

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